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Cheerleading im Rugby

Zum Rugby gehören nicht nur ein Rugbyball und ein Team, sondern auch die Cheerleader. Sie unterstützen die Jungs auf dem Feld und sorgen für die richtige Stimmung. Cheerleading sind nicht einfach irgendwelche Barbiepuppen, welche auf dem Feld ihre Körper präsentieren, sondern vielmehr Sportler und Athleten. Cheerleading ist vor allem Spaß, Teamgeist, Rhythmus, Körperbeherrschung und voller Einsatz – eine der actionreichsten Mannschaftssportarten der Welt.

Der Begriff kommt vom englischen „cheer“ (Beifall) und „to lead“ (führen) – ursprünglich ging es also darum, die eigene Mannschaft anzufeuern und das Publikum „zum Beifall zu führen“. Natürlich beschränkt sich die Tätigkeit der Cheerleader nicht nur auf Rugby. Auch beim American Football, beim Basketball, beim Fuß- oder Handball sowie beim Eishockey und vielen weiteren Sportarten in Deutschland wird gesprungen und gesungen.

Anspruchsvoller Leistungssport

Noch einmal muss ich darauf hinweisen, dass Cheerleading ein anspruchsvoller Leistungssport ist, welcher heutzutage auch als selbständiger Wettkampfsport betrieben wird. So finden in den USA und zunehmend auch in Deutschland Cheerleader-Meisterschaften statt. Dabei müssen nach einem festen Regelwerk die Squads unterschiedliche Elemente der Sportart darbieten, welche dann von Punktrichtern nach Schwierigkeitsgrad und Ausführung bewertet werden. Viele dieser Teams arbeiten konsequent auf diese Meisterschaft hin und sehen darin inzwischen ihre Hauptaufgabe.

Eine Cheerleader-Choreografie besteht aus verschiedensten Elementen und vereint Turnen, Akrobatik und Tanz zu einem perfekten Zusammenspiel. Besonders atemberaubend sind die „Baskets“ – Würfe, bei denen einer der Sportler locker sechs bis sieben Meter hoch in die Luft katapultiert wird. Das funktioniert allerdings nur, wenn das ganze Team einander blind vertraut. Dieses Vertrauen ist sehr wichtig, denn es kann auch zu Fehlern und Ausrutschern kommen, welche Prellungen oder gar Knochenbrüche mit sich führen können.

Besonders interessant finde ich auch den pädagogischen Effekt, denn Chearleading bringt vor allem Kindern hohe Werte bei: Sie lernen sich nicht nur selbst zu beherrschen, sondern auch Verantwortung für andere zu übernehmen – und wachsen dabei über sich hinaus. Der Sport ist zwar bei Mädchen beliebter, doch auch Jungen werden dabei benötigt und können von den Vorteilen des Cheerleading profitieren.

Was gehört zum Cheerleading dazu?

Um diese Frage beantworten zu können, habe ich mich an Birgit gewandt, sie führt die örtliche Cheerleading-Gruppe an und weiß am besten, was zum Cheerleading dazugehört und worauf man achten muss. Zum einen gehören die körperlichen Voraussetzungen dazu, denn Cheerleading bedeutet viel Muskelkraft und Ausdauer – „ein paar Mal joggen, hilft da nicht weiter“, sagte Birgit. Es ist wichtig, regelmäßig zu trainieren und sich fit zu halten. So muss man sowohl seine Ausdauer trainieren als auch die Muskeln, denn Cheerleading verlangt einiges ab.

Zum anderen ist es natürlich wichtig, sich gut zu präsentieren und seine Mannschaft zu repräsentieren. So gehören zum Cheerleading nicht nur eine gute Choreografie, sondern auch das richtige Make-up und die richtige Kleidung dazu. Birgit erzählte mir, dass sie sich vor einem Wettkampf nicht nur aufwärmen, sondern sich mehrere Stunden zurechtmachen. Erst kürzlich haben sie sich hier zum Thema Wimpern verlängern informiert und sich einer Wimpernverlängerung unterzogen. „Diese Investitionen gehören auch zum Cheerleading dazu, denn der optische Eindruck nimmt bei den Punktrichtern eine große Rolle ein.“

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