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Sechs Monate in Wellington, Neuseeland

Micha hatte ich während meines Studiums in Deutschland kennengelernt. Er war es, der mir den Rugby-Sport näher gebracht hatte. Er spielte mit Freunden in einer Hobbymannschaft und lud auch mich dazu ein. Es machte mir so viel Spaß, dass ich mich dazu entschloss, mein Auslandssemester in Neuseeland zu verbringen – im Land des Rugbys. Zum damaligen Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass ich das Land mehrmals besuchen werde. Mittlerweile war ich schon drei Mal in Neuseeland. Es ist nicht nur die Sportart, welche mich dorthin zieht, sondern vor allem die atemberaubenden Landschaften und die wunderbaren Menschen.

Auslandssemester in Wellington

Ungefähr sieben Monate hatte ich in Wellington verbracht. Als ich am internationalen Flughafen in Auckland angekommen war, ist mir sofort aufgefallen, dass die Kiwis, so nennen sich die Neuseeländer, alle sehr sportlich waren – insbesondere die Maoris, die Ureinwohner. Während man in Deutschland zunehmend fettleibige Menschen sieht, sehen die Menschen in Neuseeland alle topfit aus. Leider hatte ich damals noch keine Möglichkeit, mir Auckland anzusehen und es ging direkt weiter nach Wellington. Dort erwarteten mich bereits meine Gasteltern, Mary und James, mit ihrem gemeinsamen Sohn Dean, ebenfalls Rugby-Spieler fur 1xBet gutscheincode

Mit dem Auto ging es dann in einen kleinen Vorort Wellingtons, wo mir lediglich ein Tag blieb bevor das Semester begann. Sofort als wir im neuen Zuhause-auf-Zeit angekommen waren, sind mir die zwei Hunde Hero und Zorro aufgefallen, welche mich direkt ansprangen. Wellington selbst ist voller Leben. Die Gegend in der ich wohnte war allerdings eher langweilig, weit und breit nur Felder und einige Kühe.

Das Rugby-Turnier

Noch bevor das erste Seminar stattfand, hatte mich Dean darauf aufmerksam gemacht, dass jährlich, kurz nach den Winterferien, ein Rugby-Turnier stattfindet. Ein Turnier, an welchem jede Mannschaft teilnehmen darf. Meist bilden Freunde, Bekannte und Verwandte ein Team und man tritt in KO-Spielen gegeneinander an. Dean erzählte mir, dass sich seine Familie jedes Jahr am Tournier beteiligt. Alle Cousins und Onkel bilden dabei eine Gruppe. Bis noch vor drei Jahren hatte sogar sein Großvater daran teilgenommen. Da er von mir erfahren hatte, dass ich selbst damit begonnen hatte Rugby zu spielen, trug er meinen Namen kurzerhand in die Liste des Thompson-Clans ein. Ich war also mit dabei.

Vorbereitungen

Während ich mich auf mein Studium konzentrierte und noch damit beschäftigt war, neue Leute kennenzulernen und mir die Gegend anzusehen, streifte mich Dean und sein Vater täglich mit aufs Training. Ich war erst neu und kannte noch nicht einmal alle Grundregeln, aber was hatte ich denn schon zu verlieren. Das erste Training war so ziemlich einfach gehalten, doch dies sollte sich bereits im darauffolgenden Training ändern. Mir wurde die Position Lock bzw. Prop zugeteilt. Leider hatte ich die Leidenschaft der Neuseeländer ein wenig unterschätzt und mir einige leichte Verletzungen zugezogen, aber Dean und James meinten, das würde mich nur abhärten und auf das Turnier vorbereiten.

Am Wochenende fuhr ich immer gemeinsam mit den beiden relativ lange Strecken mit dem Fahrrad. Die Hunde wurden natürlich mitgenommen. Um das Beintraining zu intensivieren, hatten die beiden auf Hundefahrradanhänger zurückgegriffen und die Vierbeiner schick im Wagen transportiert. Auch eine ausgewogene Ernährung und Training im Kraftraum gehörte dazu.

Das Turnier

Ich kam nur selten zum Einsatz, hatte das allerdings verstanden und mir nichts weiter daraus gemacht. Die Stadien waren für ein Turnier dieser Größe relativ gut besucht und man erkannte auf Anhieb, dass Rugby viel mehr als nur eine Sportart in Neuseeland ist. Leider hatte ich mir bei meinem dritten Einsatz die Schulter gebrochen und konnte in den restlichen Spielen und auch in den darauffolgenden Monaten nicht mehr spielen. Die Thompsons hatten dennoch das Finale gegen die Olaka erreicht, dieses allerdings in einem knappen Spiel verloren. Doch trotz der Niederlage wurde ich gefeiert und Dean meinte sogar, dass ich großes Potenzial hätte.

Highlight meines sechs monatigen Aufenthalts war ein Spiel der All-Blacks, der Nationalmannschaft Neuseelands, welche sogar den „Haka“ vorführten, den Kriegstanz der Maori, welche die Mannschaft vor jedem Spiel aufführt. Für mich war es eine lehrreiche, spannende und vor allem spaßige Erfahrung, welche ich jedem empfehlen kann. Wer Neuseeland besucht, dem wird sofort dessen Lässigkeit und Leichtigkeit des Lebens auffallen, wo man sich nicht über alles Gedanken macht, was im Leben passieren könnte, sondern einfach sein Leben lebt

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