Allgemein

Spielfeldmarkierungen

Eine ewige Quelle von Kopfschmerzen

Ein wichtiger Bestandteil von Sportanlagen, der gerne unterschätzt wird, ist die Spielfeldmarkierung. Während temporäre Anlagen oft mit gespannten Leinen die Spielfeldgrenzen und wichtigen Linien markieren, benutzen professionelle Anlagen Markierungsmaschinen, welche die Spiellinien mehr oder weniger permanent anbringen.

Lustiger weise nehmen fast alle Leute die Linien als gegeben an und machen sich kaum Gedanken darüber, was da eigentlich hinter steckt. Schließlich müssen die Linien wirklich exakt sein, schon allein, damit es hinterher nicht zu Streitigkeiten kommt.

Die Linien müssen also genau an der richtigen Stelle angebracht sein, was nicht wirklich einfach ist, wenn man nicht gerade erfahrener Platzwart ist.

Eine Spielfeldmarkierungsmaschine muss her

Hinzu kommt, dass eine Markierung per Seil zwar relativ günstig ist (so 100 Euro bis 200 Euro), jeder, der damit einmal gespielt hat aber weiß, wie anstrengend diese ist. Ständig stolpert man darüber und reißt sie ein. Zudem ist der Aufwand vor und nach dem Spiel immens, da man die Markierungen nicht draußen lassen kann, ohne das Wetter oder Scherzkekse ihr etwas anhaben.

Am liebsten hätte ich also ganz offensichtlich eine richtige Markierungsmaschine. Das Problem dabei: der Preis. Selbst die Einsteigermodelle gehen bei locker mehr als tausend Euro los, was natürlich weder im Budget ist, noch dem Geist unseres do-it-yourself Projektes ist.

Tatsächlich belastete mich das Thema schon seit einer Weile, da ich wusste, dass dies ein größeres Problem werden würde. Ich hatte auch schon frühzeitig meine Fühler ausgestreckt, um mich nach einer Gelegenheit umzuhören eine Maschine möglicherweise selten aber regelmäßig leihen zu können. Leider hatte sich nichts getan, was sicherlich auch damit zusammen hängt, dass die Maschinen oft staatlichen Einrichtungen oder Sportclubs gehören, die diese nicht so einfach rausgeben dürfen oder wollen.

Ein verhängnisvolles Angebot

Als dann doch ein Hinweis kam, war ich daher auch recht zurückhaltend. Jemand hatte eine Maschine als Teil einer Insolvenzmasse eines Tennisvereins erhalten und war bereit darüber zu reden.
Wie es sich rausstellte, hatte Herr Mazig – so hieß der Besitzer – gehofft, diese auf Ebay zu verkaufen, jedoch über mehrere Monate keinen Abnehmer gefunden. Wahrscheinlich ist sowas doch zu speziell.

Da er auch so 700 Euro dafür wollte, versuchte ich, ihn mit einer Erwähnung als Spender bzw. Sponsor und permanenten „Logenplätzen“ bei uns dazu zu bringen, sich davon kostenlos zu trennen. Schließlich war die Maschine eh nichts wert, wenn niemand bereit ist, etwas dafür zu bezahlen.

Darauf wollt er sich nicht einlassen, sondern schlug stattdessen vor, dass ich ihm ein Haus, das ihm im Umland von Hannover gehörte entrümpelte. Ich habe erst nicht ganz verstanden, was an einem bisschen Sperrmüll raustragen so wertvoll sein soll, bis ich mal eine Recherche gestartet habe.

Da die Preise für eine Entrümpelung durch einen professionellen Anbieter horrend sind, machte der Deal mehr Sinn.

Im Nachhinein war es wahrscheinlich nicht der beste Deal, da ich mit zwei Freunden wirklich von Freitagnachmittag bis Sonntag bis in die Nacht durchschuftet habe – aber wenigstens haben wir ohne Geld jetzt eine Markierungsmaschine!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.